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Tisch eindecken mit Stil

« Das perfekte Dinner lebt von Details! »

Im Alltag, wo Sie für sich und die Familie den Tisch decken, ist alles ganz einfach: Sie zelebrieren kulinarische Momente so, wie es Ihnen gefällt. Beim festlichen Dinner wendet sich das Blatt. Gewisse Regeln der versierten Gastlichkeit geben vor, wie Gläser, Teller, Besteck und Tischdeko platziert werden. Dabei geht es weniger um eine elitäre Etikette. Wenn Sie den Tisch richtig decken, ebnen Sie Ihren Gästen den Weg zu einem angemessenen Auftritt.

Komfort für jeden Dinnergast

Sobald feststeht, wie viele Personen die Einladung annehmen, planen Sie den Service. Damit alle entspannt dinieren können, benötigen Sie pro Tischgedeck 80 Zentimeter. Falls es eng wird, müssen alternative Ideen wie ein separater Kindertisch vorbereitet werden. Beim Eindecken wird zuerst akkurat ein gestärktes Tischtuch im puristischen Weiß ausgebreitet. Falten sind nicht nur unschön, sondern bringen Gläser ins Wanken.

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Edle Platzteller bilden das Fundament und bereichern während des gesamten Menüs die Tafel. Brotteller sind ebenfalls sofort dabei, die linksseitig über dem Besteck drapiert werden. Diese sind – penibel genommen – nur für die gereichten Backwaren gedacht. Dennoch eröffnen sie jeder Person einen vertretbaren Weg, um Abfälle wie Gräten oder ungeliebte Zutaten vom Essteller zu entfernen. Es hängt vom geplanten Ablauf ab, ob weitere Teller zum Tischgedeck gehören.

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Wenn Sie die Köstlichkeiten kunstvoll inszenieren, erfolgt das Anrichten in der Küche. Dort sollte in diesem Fall das Geschirr bereitstehen. Üblich ist es, die Stoffserviette mit einem Ring zu versehen und auf den Platzteller zu legen.

Besteck-Arrangement passend zum kulinarischen Programm

Da das Tischgedeck beim Festessen reichlich Platz beansprucht, bleibt wenig Raum für ergänzende Dekoration. Es ist deshalb wünschenswert, dass unverzichtbare Accessoires eine gute Figur machen.

Das glanzvoll polierte Edelstahlbesteck von mono, das Peter Racke 1958 entwarf, überzeugt beispielsweise mit seiner zeitlosen Eleganz.

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Mit den gegenwärtigen Trends harmoniert hingegen die matt gebürstete Ästhetik der Kollektion Citterio 98 von Iittala. Völlig unabhängig vom Design stellt sich die Frage, wie Sie das Besteck fachkundig auf dem Tisch eindecken.

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Die Antwort darauf ist simpler als gedacht. Denn der Gast soll dank des Arrangements intuitiv zu den passenden Utensilien für den jeweiligen Gang greifen. Direkt neben dem Teller liegen demnach das Messer und die Gabel für den Hauptgang. Nacheinander gesellen sich entsprechend der Menüfolge alle weiteren Bestecke hinzu, sodass sich ganz außen das Zubehör für die erste Vorspeise befindet. Die Messer landen gewöhnlich rechts direkt neben der Hand, die der Gast dafür nutzt. Links positionieren Sie die dazugehörige Essgabel.

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Treten Gabeln solo auf, beispielsweise als praktische Begleiter für den Salat oder Spaghetti, werden sie rechts drapiert. Auf der Kopfseite bieten Sie für cremige Nachspeisen einen Dessertlöffel an, wobei der Stiel zur rechten Seite ausgerichtet ist. Darüber decken Sie umgekehrt die Dessertgabel ein. Wird der Platz knapp, gibt es galante Auswege: Zum Beispiel ist es legitim, wenn Sie den Esslöffel auf den Unterteller der Suppentasse eindecken und somit direkt mit der Vorspeise reichen.

Elegante Gläser für flüssige Begleiter

Vollendet ist das Tischgedeck erst, wenn sich für jedes geplante Getränk ein Glas hinzugesellt. Laut Knigge beginnen Sie mit einem Wasserglas, das über dem äußersten Besteck auf der rechten Seite steht. Das Aperitifglas schließt sich an.

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Ein guter erster Tropfen regt den Appetit an und harmoniert fabelhaft mit feinen Delikatessen wie Meeresfrüchten. Die Riege setzt sich mit dem Weißweinglas für den leichten Zwischengang und dem Rotweinglas für den würzigen Hauptgang fort. Das Likörglas neben dem Dessertbesteck komplettiert das Ganze.

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Moderne Spitzenrestaurants weichen von der Reihenfolge insofern ab, dass sie beim Eindecken für die Wassergläser die äußerst linke Position wählen. Denn sie bleiben auf dem Tisch, während die anderen Trinkgefäße nach dem Gang inklusive der Bestecke abgeräumt werden.

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Fabelhaft sind für exklusive Anlässe die Iittala Gläser Essence geeignet. Denn der Schweizer Designer Alfredo Häberli zielte nicht nur darauf ab, dass Sie mit möglichst wenigen Glasvarianten alle Getränke stilvoll servieren können.

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Die Iittala Gläser sind vergleichsweise schlank konzipiert, damit sie nicht zu viel Raum einnehmen. Beim gemeinsamen Auftritt hinterlassen die Gläser außerdem einen harmonischen Gesamteindruck.

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Denken Sie nicht nur an das Tischgedeck. Präsentieren Sie den Rotwein beim Einschenken in einem formschönen Decanter. Halten Sie zudem elegante Multitalente für alternative Getränkewünsche bereit.

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Die renommierten Marken Eva Solo mit zahlreichen Karaffen und Kähler Design mit der berühmten Hammershoi Serie bieten Kannen und Trinkgläser an, die sich für Säfte ebenso eignen wie für Longdrinks oder Kaffeespezialitäten.

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Ergänzende Utensilien führen Sie während des Festessens nie in der Hand zum Tisch. Stattdessen verwenden Sie ein formschönes Tablett.

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Dezente Accessoires für die dekorative Signatur

Während Sie den Tisch eindecken, erschließt sich der Vorteil weißer Tafelwäsche.

Angesichts der vielen unverzichtbaren Komponenten würden gemusterte Textilien zu unruhig anmuten. Aus diesem Grund genügen auch bei der Tischdeko wenige Highlights.

Mit ihrer modernen Eleganz erfreuen die Metallvasen der Serie Kubus by Lassen, die Søren Lassen im Jahr 2014 entwarf.

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Klassisch wirken die Porzellanvasen von Lyngby Porcelæn, die der Hersteller bei einer jüngeren Serie mit Laufglasuren aufpeppt. Wenn Sie sich von einem Floristen beraten lassen, genügen die ausgewählten Blumen vollkommen für den stilistischen Bezug auf den Anlass, die Kulinarik oder die Saison.

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Empfehlenswert sind Design-Kerzenhalter aus poliertem Metall, die den Schein der Flamme reflektieren. Eine Designikone dieser Art stammt aus der Feder von Werner Stoff. Alternativ werten die Kerzenständer von Georg Jensen die Tafel mit einem schwungvollen Design auf.

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Arrangieren Sie die Tischdeko stets so, dass sie den Augenkontakt der Gäste nicht versperrt. Hohe Blumenvasen oder Kerzen gehören demnach eher an den Tischrand. Für die dekorativen Akzente in der Mitte sind beispielsweise die niedrigen Glasvasen und Teelichthalter von Lyngby Porcelæn ideal.

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Es genügt nicht, wenn Sie wie ein Profi den Tisch eindecken. Der Service sollte ebenfalls versiert wirken. Beim Einschenken, Servieren und Abservieren stehen Sie rechts von der Person. Linksseitig erfolgt das Vorstellen von Getränken und Eindecken von Speisen, die für mehrere Gäste in der Tischmitte platziert werden.

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Salzstreuer, Saucieren oder ähnliche Extras sollten immer in mehrfacher Ausführung vorhanden sein, damit sie jeder Gast leicht erreichen kann. Denken Sie daran, die kleinen Kinder und Damen vor den Herren zu bewirten. Dann ist Ihre Gastfreundschaft ebenso beeindruckend wie die Festtafel.