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String Regalsystem

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Mit dem klugen Regalsystem String erobert Lasse Strinning bereits seit 1949 die Welt und bereichert rund um den Globus Büros, Wohn- und Kinderzimmer. Dass auch ein Designklassiker nicht stehenbleiben muss, beweisen zahlreiche Weiterentwicklungen des durchdachten Bestsellers.

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Auch wenn der Mensch heute nicht mehr wie seine Vorfahren als Jäger und Sammler durch die Lande ziehen muss, so scheint es trotzdem noch immer einen ureigenen Trieb in uns zu geben, bestimmte Gegenstände auch ohne funktionale Bedeutung als Erinnerung oder ganz einfach um ihrer selbst willen zu besitzen und langfristig aufzubewahren. Da schöne Reisesouvenirs, Erinnerungsstücke und seltene Sammlerstücke gerne vor Gästen im eigenen Zuhause zur Schau gestellt werden, ergibt sich auf ganz natürliche Weise, dass im Wohnzimmer meist keine geschlossenen Schränke, sondern eher Vitrinen und offene Regale als Möbelstücke für die Schaffung von Stauraum zum Einsatz kommen. So einfach das Konzept eines Regals mit üblicherweise einem Rahmen und diversen Einlegeböden auf den ersten Blick sein mag, so vielschichtig sind doch tatsächlich die verschiedenen Regaldesigns, die sich besonders im Lauf des 20. Jahrhunderts entwickelt haben. Eine besonders zentrale Rolle nimmt in dieser Möbelkategorie das bekannte Regalsystem String ein, dass direkt nach dem 2. Weltkrieg als kluges Designerregal die Büros und Privaträume eroberte und sich so einen dauerhaften Platz in der fiktiven Ruhmeshalle der internationalen Möbelkultur gesichert hat. Obwohl es sicherlich bestimmten Faktoren des Zeitgeists geschuldet war, dass dieses Regalsystem weltweit solch eine Verbreitung finden konnte, so überzeugt doch nach wie vor das an sich minimalistische Konzept des funktional wie optisch modernistischen Regalsystems.

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Skandinavisches Design

Seine herausragende Stellung in der Welt der höherwertigen Möbelkultur hat das Regalsystem wohl auch dem Umstand zu verdanken, dass es sich zum Teil immer wieder neu erfunden hat, andererseits aber seinem gestalterischen Grundprinzip bis heute stets treu geblieben ist. Das erste String Regal wurde von dem schwedischen Designer und Architekten Nisse Strinning entworfen, der von 1940 bis 1947 in Stockholm Architektur studiert hatte. Er übertrug architektonische Konzepte des Purismus und eines funktionalen Minimalismus auf Alltagsgegenstände und Möbelstücke. So erfand er ein Regalsystem, bei dem die geradlinig geformten Einlegeböden von einem leiterartigen, unscheinbaren Metallrahmen seitlich gehalten wurden. Damit wurde er zu einer Ikone des heute weltweit für seine unkomplizierte Genialität berühmten „skandinavischen Stils“ in der Möbelbranche.

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Das String Regalsystem – ein Klassiker mit Geschichte

Das erste String Regal wurde in Europa im Jahr 1949 auf den Markt gebracht und traf reihenweise den Nerv einer Nachkriegsgeneration, die sich nach Ordnung zu sehnen schien. Ganz im Stil des Modernismus ist das Regal in seiner Grundstruktur geradezu puristisch. Genau dies wissen aber viele Nutzer zu schätzen, denn mit einem String Regal an der Wand wirkt kein Raum überladen oder zugestellt. Vielmehr schafft dieses wandelbare Wandregal Stauraum für schöne und wichtige Dinge, ohne sich selbst mit seinem Design übermäßig in den Vordergrund zu drängen. Dies erkannten auch die Mitglieder der Jury, die den Entwurf Strinnings für das Regal im Jahr 1949 aus insgesamt 194 internationalen Einreichungen auswählten und zum Gewinner des durch den Verlag Bonniers ausgeschrieben Wettbewerbs erklärten. Noch im selben Jahr wurde das Möbelunternehmen String gegründet, welches das innovative Regalsystem künftig herstellen und vertreiben sollte. Bereits ein Jahr nach der Gründung erhielt der Hype um Nisse Strinning und sein Wandregal einen weiteren Schub, als 1950 das UN-Hauptquartier in New York mit dem Regalsystem ausgestattet wurde. Die von Nisse Strinning gegründete Möbelmarke legte rasch nach und brachte mit der Reihe String Plex im Jahr 1953 ein Nachfolge- und Alternativmodell auf den Markt, bei dem die Einlegeböden zwischen den nahezu unsichtbaren Seitenteilen aus haltbarem Plexiglas fast zu schweben schienen. Mit einer freistehenden Version erhielt das bereits etablierte Wandregal im Jahr 1953 außerdem einen großen Bruder, der die Expansion des Stilprinzips in andere Bereiche des Einrichtungsdesigns einläuten sollte. Das hohe Tempo der Neuentwicklungen und die beständige Weiterentwicklung an der Urversion des Regals machten sich für das Unternehmen um Nisse Strinning bezahlt: Im Jahr 1954 wurde das Wandregal bei der Triennale in Mailand mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Ein Jahr später war es außerdem Teil einer Ausstellung mit dem Titel „h55“ in Helsingborn. Diese markiert aus heutiger Sicht den Beginn einer Entwicklung, die man mittlerweile als das spezifisch „schwedische Design“ bezeichnet.

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String heute

Heutzutage ist das klassische Regalsystem in verschiedenen Versionen erhältlich, insgesamt gibt es vier verschiedene Produktlinien: String System, Plex, Pocket und Works. Während das String System nach wie vor mit den charakteristischen Metallleitern als Seitenteilen ausgestattet ist, werden diese bei String Plex-Artikeln durch Seitenwände aus Plexiglas ersetzt, in deren Aussparungen sich Einlegeböden variabel einsetzen lassen. Mit den beiden letztgenannten Reihen bietet das den Designprinzipien von Nisse Strinning bis heute treu gebliebene Unternehmen seinen Kunden außerdem eine Reihe kompakter Wandregale und ein Programm für Büromöbel an.

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Das String Pocket Regal – Flexibilität für sich verändernde Lebenssituationen

In den frühen 1950er-Jahren konnte das String Regal unter anderem deshalb so große Erfolge feiern, da es in einem krassen Gegensatz zum Muff der Geschichte und zu historischen Einrichtungsstilen stand. Mit seiner optischen Leichtigkeit und seinem funktionalen Design stand das Regal als Einrichtungsstück für den Aufbruch in ein neues Zeitalter. String Pocket ist eine Weiterentwicklung, die die Gestaltungsprinzipien direkt vom bewährten Regal aufgreift und diese wiederum für aktuelle Erfordernisse der Zeit adaptiert. Da viele Menschen oft umziehen, sollen Möbelstücke möglichst leicht zerlegbar und im Idealfall auch an unterschiedliche Raumsituationen anpassbar sein. String Pocket erfüllt diese Anforderungen, da es mit seinen kompakten Abmessungen flexibler einzusetzen ist als manch anderes Wandregal. Gleichzeitig können Sie Pocket aber auch wie in Ansätzen schon das klassische String Regal an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen, indem Sie nicht nur die Einlegeböden in der favorisierten Farbe und Anzahl auswählen, sondern auch das Regal selbst durch den seitlichen oder vertikalen Anbau weiterer Exemplare ganz nach Wunsch in seinen Abmessungen erweitern. So können Sie Ihre Wände völlig flexibel mit Wandregalen ausstatten und diese im Falle eines Wohnungswechsels ganz einfach neu zusammensetzen.

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String ist damit einmal mehr ein Musterbeispiel, das dem heutigen Wunsch nach individueller Gestaltung eine Form gibt und damit erneut den Nerv der Zeit zu treffen scheint.

String Pocket Wandregal